Wisst ihr, ich glaub, dass viele von uns derzeit zwangsläufig lernen, mit Angst zu leben. Das ist etwas, was wir (in den meisten Fällen) bis vor kurzer Zeit, nicht in dem Ausmaß kannten. Klar, die Welt war immer korrupt und ging dem Abrund entgegen, aber richtig greifbar war es lange nicht. Und jetzt müssen wir plötzlich mit Verunsicherung und vielleicht Angst leben. Neben Wut und einem verstärkten Ohnmachtsgefühl. So weit meine Diagnose.
Ich hab grad eben gespendet: Jeder Cent wird in ein Spielzeug oder Kleidungsstück gesteckt. Für Kinder verfolgter christlicher Familien.
Sollten mir Dinge wie das hier nicht helfen, zu akzeptieren, dass Angst zeitweise einfach zum Leben gehört? Solange wir uns nicht in einer neuen Situation zurechtgefunden haben, sind wir unsicher. Das kann aber vorbeigehen; nicht nur durch die Bewältigung der Angst, sondern vielleicht durch die Akzeptanz der Angst. Da gibt es Kinder, die leiden und zuschauen müssen, wie ihre Eltern leiden und ihre Geschwister und Haustiere. Manche Eltern müssen sterben und ihre Kinder in einem Kriegsgebiet zurücklassen; mit Angst um geliebte Hinterbleibende sterben müssen, nicht wissend, was in bald nur mehr deren Zukunft passiert, nur wissend, dass man nicht mehr für sie da sein kann - ist das nicht noch viel ärger als mit der Angst Leben zu müssen? Da wird mir klar: Leid ist real, Angst ist real, und es macht keinen Sinn, sie abschalten zu wollen. Ist doch ok, verunsichert zu sein, wütend zu sein, traurig zu sein, Angst zu haben, kämpfen zu wollen, sich ohnmächtig zu fühlen, hin und wieder aufgeben zu wollen... Das macht uns doch zu Menschen. Ein Leben mit Angst ist schon in Ordnung, aber ein Leben aus Angst, wo die Angst unseren Tag regiert, das darf nicht sein und das können wir überwinden. Dann werden wir uns auch fühlen, als hätten wir keine Angst mehr. So, als hätten wir unseren Feind in Ketten gelegt; er ist zwar da, aber solang wir ihn nicht freilassen, kann er uns nichts anhaben.
"Frieden hinterlasse ich euch; meinen Frieden gebe ich euch. Nicht wie die Welt ihn gibt, gebe ich ihn euch. Euer Herz bange und zage nicht!" Johannes 14:27
xoxo Natelle
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